P 164 ‚Explorer‘ (2013 – Kiel)
| Typverdrängung: | 49 ts | ||
| Höchstverdrängung: | 53 ts | ||
| Länge: | 20,8 m | ||
| Breite: | 5,8 m | ||
| Tiefgang: | 1,5 m | ||
| Stammbesatzung: | 5-7 | ||
| Trainees: | 6+ | (maximale Besatzungsstärke von 17 Personen) |
| Art: | DM | ||
| Wellen: | 2x | ||
| Leistung Diesel: | 2x | 651 kW = 1302 kW |
Caterpillar C18 ACERT Sechszylinder-Dieselmotoren |
| max. Geschwindigkeit: | 24 kn | ||
| Reichweite: | 550 nm bei 15 kn | ||
| 330 nm bei 20 kn |
|||
| Treibstoffvorrat Schiff: | ? Liter |
| Nav.-Radar: | 1x | Racal Decca 1216 |
|
| See-Radar: | – |
||
| Luft-Radar: | – |
||
| Rumpf-Sonar: | – | ||
| Schlepp-Sonar: | – | ||
| Feuerleitradar: | – | ||
| Elektrooptisch: | – |
| ESM: | – |
||
| ECM: | – | ||
| Täuschkörper: | – |
| Geschütze: | 1×1 | 20 mm /90 cal GAM-B01 |
(Möglich, aber z.Z. nicht damit ausgerüstet) |
| SSM: | – | ||
| SAM: | – | ||
| ASW: | – | ||
| CIWS: | – | ||
| Sonstiges: | – |
| Hubschrauber: | – |
Beschreibung
Insgesamt gibt es 16 Boote der Archer-Klasse (Typ P 2000) im Dienst der britischen Royal Navy. Das Design der Klasse basiert ursprünglich auf einem Entwurf für die Küstenwache des Oman, an die 1985 auch das erste Boot, die ‚Dheeb Al Bahari‘, geliefert wurde.
14 der britischen Boote gehören zur „Inshore Division“ des „Coastal Forces Squadron“ (ehemals „First Patrol Boat Squadron“, umbenannt im Mai 2020) und werden als sogenannte „University Royal Naval Units“ (URNU) eingesetzt. Der Schwerpunkt dieser Boote liegt auf der Ausbildung in Navigation und Seemannschaft, weshalb sie auch als „Fast Training Boats“ bezeichnet werden. Die übrigen zwei Boote (P 274 ‚Tracker‘ und P 275 ‚Raider‘) gehören zum „Faslane Patrol Boat Squadron“ (FPBS). Ihre Aufgabe ist die Überwachung der Marinebasis Faslane in Schottland und der Schutz der dort stationierten Atom-U-Boote.
Standardmäßig sind alle Boote am Bug für die Aufnahme eines 20-mm-Oerlikon-Geschützes vorbereitet, führen dieses im regulären Betrieb aber nicht mit. Es gibt jedoch Halterungen für drei 7,62-mm-Maschinengewehre, die bei den Schulungsbooten im Bedarfsfall nachgerüstet werden, während die Faslane-Einheiten dauerhaft damit ausgerüstet sind.
Da all diese Boote primär im Konfliktfall zur Hafenverteidigung eingesetzt werden sollen, werden sie offiziell als Patrouillenfahrzeuge (PP) und nicht als reine Schulungseinheiten (AX) klassifiziert. Sie tragen daher die Rumpfkennung P (für „Patrol Vessel“), während der Schiffstyp im standardisierten NATO-Klassifikationssystem präzise als PBR („Patrol Boat, River/Roadstead“) geführt wird.
Die feste Stammbesatzung besteht aus mindestens 5 Personen:
- Commanding Officer
- Executive Officer
- Marine Engineer Officer
- Deputy Marine Engineer Officer
- Navigator’s Yeoman
Einheiten
Die Bauaufträge der 16 Boote unterteilten sich auf drei Werften und zwei offizielle Bauserien (Batches) sowie eine nachträglich integrierte Gruppe:
- Batch 1 (10 Boote): Diese zehn Boote wurden zwischen 1985 und 1990 gebaut. Baubeginn auf der Werft Watercraft Marine, nach deren Insolvenz übernahm Vosper Thornycroft die Fertigstellung. Sie besaßen anfangs Perkins CV12 Dieselmotoren für 20 Knoten Höchstgeschwindigkeit.
- RNXS-Boote (4 Boote): Die Boote P 163, P 164, P 165 und P 167 wurden ebenfalls von Watercraft Marine begonnen und nach der Insolvenz von Vosper Thornycroft fertiggestellt. Sie wurden 1994 nach der Auflösung des Royal Naval Auxiliary Service von der Royal Navy übernommen und technisch Batch 1 zugeordnet.
- Batch 2 (2 Boote): Die Boote P 274 und P 275 wurden von der Ailsa Shipbuilding Company gebaut. Sie erhielten ab Werft stärkere MTU 200 S12 Turbodiesel für 24 Knoten Höchstgeschwindigkeit.
Fotos




















































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