FS A 645 ‘Alizé’ im NOK

Heute nutzte ein sehr seltener Gast den Nord-Ostsee-Kanal. Das NATO-Präfix ‘FS‘ steht für ‘French Ship’ (Deutschland hat z. B. ein ‘FGS‘ für ‘Federal German Ship’). Die französische A 645 ‘Alizé’ fuhr heute am frühen Morgen gegen 07:15 Uhr in die Schleuse bei Kiel-Holtenau in den Kanal ein. Neben der frühen Zeit zum Sonnenaufgang und den diesigen Sichtverhältnissen den ganzen Vormittag über wurde die Herausforderung für gute Fotos zusätzlich durch das nicht vorhandenen AIS-Signal erhöht :-(

Die A 645 ‘Alizé’ ist ein Taucher-Unterstützungsschiff mit einer Verdrängung von 1.500 ts und wurde 2005 in Dienst gestellt. Neben einer Schiffsbesatzung von 17 Personen ist Platz für zusätzliche 30 Personen (Taucher, medizinisches Personal, …). Das Hubschrauberlandedeck kann das Gewicht eines NH-90 tragen.

2022, A 645 ‘Alizé’ im NOK

2022, A 645 ‘Alizé’ im NOK

2022, A 645 ‘Alizé’ im NOK

2022, A 645 ‘Alizé’ im NOK

2022, A 645 ‘Alizé’ im NOK


Links intern

AR ‘Alizé’ Klasse

 

Boote und Schiffe auf der Förde

Heute sollte von Laboe aus das Auslaufen des US-Tankers ‘Leroy Grumman’ fotografiert werden. Aber auch sonst war wieder viel los auf der Förde.

Die T-AO 195 ‘Leroy Grumman’ gehört zur AO ‘Henry J. Kaiser’ Klasse (40.700 ts) und hat insgesamt 180.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) Treibstoff für Schiffe und Flugzeuge an Bord. Ankunft in Kiel war vor vier Tagen, am Freitag, das Auslaufen heute, pünktlich um 10:00 Uhr.
Dies war bereits der dritte Besuch einer Einheit dieser Schiffsklasse in Kiel in diesem Jahr. Im Juni war bereits die T-AO 201 ‘Patuxent’ zu Besuch, gefolgt im September zum ersten Besuch der T-AO 195 ‘Leroy Grumman’ sowie jetzt erneut im Oktober.

Aber auch unsere Minenjäger waren heute sehr aktiv. Gleich vier Boote (M 1061, 1063, 1065, 1067) haben heute Vormittag ihren Stützpunkt verlassen und fuhren an Laboe vorbei. Die M 1063 ‘Bad Bevensen’ und die M 1067 ‘Bad Rappenau’ sind auf dem Weg in das Seegebiet vor Lubmin im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern, um dort nach Munitions-Altlasten zu suchen und gegebenenfalls zu bergen. Dort soll zukünftig ein LNG-Terminal errichtet werden.

Zeitgleich lief auch noch das Forschungsschiff der deutschen Marine, die A 1437 ‘Planet’, in Kiel ein.

2022, T-AO-195 ‘Leroy Grumman’

2022, T-AO-195 ‘Leroy Grumman’

2022, T-AO-195 ‘Leroy Grumman’

2022, T-AO-195 ‘Leroy Grumman’

2022, A 1437 ‘Planet’


2022, M 1065 ‘Dillingen’

2022, M 1061 ‘Rottweil’ 

2022, M 1063 ‘Bad Bevensen’

2022, M 1067 ‘Bad Rappenau’

2022, M 1067 ‘Bad Rappenau’


Links intern

AO ‘Henry J. Kaiser’ Klasse

AG ‘Planet’ Klasse

MH ‘Frankenthal’ Klasse

USNS ‘William McLean’ in Kiel

Heute Vormittag lief der amerikanische Flottenversorger T-AKE-12 ‘William McLean’ in Kiel ein. Das Schiff ist eines von vierzehn Einheiten der ‘Lewis and Clark’ Klasse, hat eine Länge von ca. 210 Meter und eine Verdrängung von 41.000 ts. Diese Schiffe sind für den Transport von Munition, Ersatzteilen und Fracht zuständig und damit eine Ergänzung zu den Flottentankern der T-AO-187 ‘Henry J. Kaiser’ Klasse.
Meines Wissen nach, handelte es sich um den ersten Anlauf einer Einheit dieser Schiffsklasse in Kiel.

Auch sonst war heute ungewöhnlich viel los auf der Kieler Förde. Die Fregatten F 904 ‘Al Aziz’ und F 216 ‘Schleswig-Holstein’ liefen kurz nach dem Eintreffen der ‘William McLean’ aus. Die ‘Schleswig-Holstein’ sogar mit einem ‘Sea Lynx’ auf dem Hubschrauberdeck.
‘U 36’ passierte ebenfalls Möltenort auf dem Weg ins Marinearsenal.

Am Nachmittag ging zusätzlich noch ‘U 35’ durch den Nord-Ostsee-Kanal. Die ‘Schleswig-Holstein’ kam zurück und auch das Flottendienstboot A 52 ‘Oste’ lief in den Wiker Marinestützpunkt ein.
Ach ja, und der eine oder andere Minenjäger war auch noch unterwegs …

2022, F 904 ‘Al Aziz’ in Kiel

2022, F 216 ‘Schleswig-Holstein’ in Kiel

2022 S 185 ‘U 35’ in Kiel


Links intern

AK ‘Lewis and Clark’ Klasse

FFG ‘Al Aziz’ Klasse

FFG ‘Brandenburg’ Klasse

SS ‘Typ 212A’ Klasse


Reisebericht aus Norwegen …

… und noch ein wenig aus Dänemark dazu. Nach einem Jahr Pause haben wir uns in diesem Jahr zu einer kurzen Reise nach Norwegen entschlossen. Die Anreise erfolgte bequem über Nacht mit der Fähre von Kiel nach Oslo. Ziel sollte das “Marinemuseet” in Horten, ca. 100 km südwestlich von Oslo, werden.

Turm der A-1 “Kobben” in Horten

Das Museum besteht dort bereits seit 1864 und ist eines der ältesten Marinemuseen der Welt. Neben einer umfangreichen Ausstellung zur norwegischen Marinegeschichte, gibt es dort gleich mehrere Großexponate zu besichtigen. Zum einen das U-Boot S 302 ‘Utstein’ (SS ‘Kobben’ Klasse) und das Flugkörperschnellboot P 961 ‘Blink’ (PG ‘Storm’ Klasse). Zum anderen gibt es dort auch eines der ersten Torpedoboote der Welt, das mit dem damals revolutionären Whitehead-Torpedo ausgerüstet wurde. Die HNoMS ‘Rap’ wurde bereits 1873 in Dienst gestellt, 1920 schließlich außer Dienst gestellt und ist bis heute erhalten geblieben. Leider ist diese wohl aus Platzmangel nicht permanenter Bestandteil der Ausstellung. 
Neben der Ausstellung und den drei Booten gibt es noch einige größere Waffensysteme und den Turm des ersten norwegischen U-Boots A-1 “Kobben” (1909) im Außenbereich zu sehen. Auch am Abend ist das Gelände geöffnet, so dass man sich außerhalb der Öffnungszeiten weiter umschauen und fotografieren kann. Wobei die Lichtverhältnisse aufgrund von hohen Gebäuden und Bäumen teilweise eine echte Herausforderung darstellen.  

F 304 ‘Narvik’

Persönlicher Höhepunkt war für uns am zweiten Tag der Besuch der Fregatte F 304 ‘Narvik’ (FFG ‘Oslo’ Klasse), die gleich nebenan liegt. Das Schiff ist mit seinen 1.950 ts Verdrängung nach heutigen Maßstäben eher als klein zu bezeichnen und ein gutes Beispiel für einen U-Boot-Jäger im Kalten Krieg. Sie war die letzte von fünf Einheiten ihrer Klasse, die 2007 außer Dienst gestellt wurde. Eine anschließende Verwendung als Museumsschiff war bereits vorgesehen. Im Jahr 2017 konnte der Museumsbetrieb in Horten starten. Dementsprechend haben wir alles in einem hervorragenden Zustand vorgefunden. Damit dies so bleibt, müssen jedes Jahr ca. 200.000 € für den Unterhalt des Schiffes aufgebracht werden. Wie bei vielen skandinavischen Museumsschiffen können fast alle interessanten Räume betreten werden (OPZ, Maschinenräume, …). Einzig den Zugang zu den Munitionskammern habe ich vermisst. Sehr positiv ist mir noch die detaillierte Beschilderung aufgefallen. Bei den Radarsystemen werden sogar die genauen Typen und die entsprechenden Frequenzbänder genannt (z. B.: “Raccal Decca TM 1229, S-Band”). So ausführlich ist das nicht leider überall üblich.
Die KNM ‘Narvik’ ist übrigens nicht offizieller Teil des “Marinemuseet”, sondern eigenständig. Auch wenn beide teilweise zusammen arbeiten, gibt es bei der ‘Narvik’ abweichende Öffnungszeiten (in der Regel hat diese nur an den Wochenenden geöffnet). Vor einem Besuch sollte man sich also unbedingt vorher über die offizielle Homepage informieren. Zumal die Öffnungszeiten über Tag in Skandinavien generell auch eher kurz sind.  

Dadurch das wir auch viel Fotografieren, planen wir immer etwas mehr Zeit ein. Trotzdem haben wir in den zwei Tagen nicht alles sehen können. Ein weiterer Besuch ist also unausweichlich … ;) Ein wenig “Beifang” gab es dann auch noch. Gleich nebenan lag das norwegische Aufklärungsschiff ‘Marjata’ (IV, 2016) im Trockendock. 

Großer-Belt-Brücke (Storebæltsbroen)

S 302 ‘Utstein’

P 961 ‘Blink’

 

Torpedoboot ‘Rap’

F 304 ‘Narvik’

Aufklärungsschiff ‘Marjata’

 


En helt spesiell takk fra oss til Marinemuseet og museumsskipet Narvik for tiden og den eksklusive muligheten til å besøke torpedobåten «Rap» og fregatten KNM «Narvik». Vi hadde to fantastiske dager … Tina & Jörg!


S 329 ‘Springeren’ in Aalborg

P 512 ‘Søbjørnen’ in Aalborg

Nach der Überfahrt von Larvik, ca. 55 km von Horten entfernt, nach Dänemark und einer Übernachtung in Hirthals, ging es am dritten Tag weiter zu dem Schifffahrtsmuseum “Springeren” in Aalborg, welches 1992 eröffnet wurde. Dort ist u. a. das U-Boot S 329 “Springeren” (SS ‘Delfinen’ Klasse) sowie das Torpedoschnellboot P 512 “Søbjørnen” (PF ‘Søløven’ Klasse) zu sehen. Im Jahr 2015 bin ich bereits für einen kurzen Besuch dort gewesen. Damals waren beide Boote in keinem besonders guten Zustand. Bei unserem jetzigen Besuch war der Eindruck nicht besser, sondern das Gegenteil war leider der Fall! Insbesondere die P 512 “Søbjørnen” befand sich in einem offensichtlich erbärmlichen Zustand. Ob dieses Boot noch zu retten ist, bzw. ob überhaupt die Absicht besteht dieses zu erhalten, darf bezweifelt werden. Auch die S 329 “Springeren” benötigt wohl mehr als nur einen neuen Anstrich. Wer die beiden Boote noch nicht kennt und schon immer mal sehen wollte, sollte sich vielleicht besser beeilen … :(
Außer den beiden Booten gab es noch ein Kleinst-U-Boot ‘Marder’ und einen Hubschrauber ‘Alouette III’ sowie einige weitere wenige Objekte mit Marinebezug (Geschütze, Minen, …) im Außenbereich zu sehen. Auch hier war der Zustand der Exponate zum größtenteils nicht gut.  

“Sea War Museum Jutland” in Thyborøn

Den vierten und letzten Tag unserer Reise haben wir in dem kleinen Ort Thyborøn an der dänischen Nordseeküste verbracht. Hier befindet sich das kleinere “Sea War Museum Jutland”. Dieses Museum wurde erst 2015 eröffnet und hat die Skagerrakschlacht von 1916 sowie ganz allgemein den Seekrieg im Ersten Weltkrieg zum Thema. Komplette Boote oder gar Schiffe aus dieser Epoche darf man hier natürlich nicht erwarten. Trotzdem handelt es sich um eine sehenswerte Ausstellung mit vielen interessanten Exponaten. Zu den größeren gehören einige Geschütze und zwei aus der Nordsee geborgenen U-Boot Türme aus dieser Zeit (SMS ‘U 20’, HMS ‘E50’). Gleich nebenan in den Dünen findet man einen Gedenkort für die ca. 8.600 Gefallenen der Schlacht von Jütland. 

Ehemalige Bunkeranlage des Atlantikwalls in Thyborøn

Da Thyborøn am Eingang zum Limfjord liegt, wurden hier während des 2. Weltkriegs besonders zahlreiche Bunkeranlagen am Strand errichtet, die zum Teil heute noch existieren und frei betreten werden können. Einer dieser Bunker wurde wieder hergestellt und während des Kalten Krieges von der dänischen Heimwehr als Kommando- und Radarbunker genutzt. Nach all den Schiffen mal eine kleine Abwechselung und auf alle Fälle interessante Fotomotive.

Zum Abschluss der Reise gab es für uns drei, wenn auch nicht überraschende, Erkenntnisse. Erstens: Ende August war die ideale Reisezeit. Tolles Wetter und nicht zu heiß, die meisten Orte hatten noch Saisonbetrieb mit entsprechenden Öffnungszeiten und für uns ganz wichtig, keines der besuchten Orte war mit anderen Besuchern überlaufen. Zweitens: in Skandinavien benötigt man kein Bargeld. Alles kann und wird mit Karte bezahlt. Und drittens: unser Auto hat die gesamte Reise von 871 km (ohne Seemeilen) mit nur einer Tankfüllung geschafft :)

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HNLMS ‘Karel Doorman’ in Kiel

Das Mehrzweckversorgungsschiff A 833 ‘Karel Doorman’ der Niederländischen Marine ist seit heute Nachmittag zu Gast im Marinestützpunkt Kiel-Wik.
Liegeplatz ist im Scheerhafen, direkt hinter dem “Tabakschuppen”. Mit dabei befindet sich noch die bei HDW in Kiel gebaute portugiesische Fregatte F 332 ‘Corte-Real’.
Beide Einheiten gehören derzeit zum Nato-Einsatzverband 1 und legen in Kiel eine Versorgungspause ein.

Der markante Decksaufbau mit dem pyramidenförmigen Radar-Mast (‘I-Mast 400’ System) war bereits von weitem gut erkennbar. Bei einer Länge von über 200 Metern und einer Verdrängung von 28.000 ts wäre die ‘Karel Doorman’ aber auch so nicht zu übersehen gewesen. Äußerlich hat das Schiff Ähnlichkeiten mit vielen amphibischen Landungsschiffen, wie z. B. der LPD ‘Rotterdam’ Klasse (16.680 ts). Während diese aber in Regel über ein “Welldeck” verfügen und mit ihren Landungsbooten Fahrzeuge direkt am Strand absetzen können, verfügt die ‘Karel Doorman’ am Heck nur über eine Anlegemöglichkeit für Landungsboote. Bis auf zwei kleinere Boote vom Typ LCVP (achtern in Davits, aktuell nicht dabei) werden keine weiteren Landungsboote mitgeführt. Die Aufgaben liegen im strategischen Seetransport, wobei das Be- und Entladen von Fahrzeugen primär über die große RoRo-Rampe im Hafen erfolgt und in der Versorgung von Einheiten in See mit Treibstoff und Material.

2022, A 833 ‘Karel Doorman’ in Kiel

2022, A 833 ‘Karel Doorman’ in Kiel

2022, A 833 ‘Karel Doorman’ in Kiel

2022, A 833 ‘Karel Doorman’ in Kiel

2022 , F 332 ‘Corte-Real’ in Kiel


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AR ‘Karel Doorman’ Klasse

FFG ‘Vasco da Gama’ Klasse

Radar I-Mast 400

 

Neue Korvette ‘Köln’ im NOK

Die erste Einheit des zweiten Bauloses der Korvetten der ‘Braunschweig’ Klasse ist bereits auf See.

Die F 265 ‘Köln’ wurde am 25. April 2019 auf Kiel gelegt und soll Ende 2022 in Dienst gestellt werden. In den letzten Tagen war sie auf Werfterprobungsfahrt mit der Werft Blohm + Voss. Aus dem Skagerrak kommend, ist diese auf der Rückfahrt nach Hamburg heute Abend durch Kiel und den Nord-Ostsee-Kanal gefahren.

Das zweite Baulos wird, genau wie das erste, fünf Einheiten umfassen (Köln, Emden, Karlsruhe, Augsburg und Lübeck). Technisch sind beide Baulose nahezu identisch. Der größte sichtbare Unterschied ist der neue Geschützturm mit seiner Stealth-Verkleidung (Oto Melara ‘Super Rapid’) und das TRS-4D Radar.

2022, F 265 ‘Köln’ in Kiel

2022, F 265 ‘Köln’ in Kiel

2022, F 265 ‘Köln’ im NOK

2022, F 265 ‘Köln’ im NOK

2022, F 265 ‘Köln’ im NOK


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FS ‘Braunschweig’ Klasse (1. Los)

FS ‘Braunschweig’ Klasse (2. Los)

76 mm /62 cal – ‘Super Rapid’

Radar TRS-4D


Laserwaffe auf der F 219 ‘Sachsen’

Heute Mittag ging es für die deutsche Fregatte ‘Sachsen’ durch den Nord-Ostsee-Kanal zurück nach Wilhelmshaven. An Deck befindet sich momentan ein Container mit einem Laserwaffen-System, dass bis gestern vor der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 71) bei Surendorf getestet wurde. Es handelt sich dabei um den Prototyp eines Hochenergie-Lasers (HEL) der deutschen Firma Rheinmetall, der bis zu 20 Kilowatt Leistung haben soll. Genug Leistung, um eine Drohne oder ein Schlauchboot im Nahbereich (= unter 4.000 m) zu bekämpfen. 

An Laserwaffen wird schon seit einigen Jahren weltweit geforscht und mehrere Prototypen wurden erfolgreich getestet. Als Plattform dafür kommen neben Schiffen auch Flugzeuge sowie Landfahrzeuge infrage. In Zukunft sollen diese Waffen auch Artilleriegranaten, ganze Drohnenschwärme oder Flugkörper in größeren Entfernungen wirksam bekämpfen können. Nachteil sind (noch) der hohe Energiebedarf und die nachlassende Wirkung bei schlechten Wetterbedingungen.
In den USA sollen Leistungen von 60 Kilowatt bereits erfolgreich getestet worden sein. An einem 150 Kilowatt Laser wird bereits gearbeitet.

2022, F 219 ‘Sachen’ im NOK

2022, F 219 ‘Sachen’ im NOK

2022, F 219 ‘Sachen’ im NOK

Laserwaffensystem der Firma Rheinmetall


Nachtrag (02.09.2022)

In der aktuellen Ausgabe 09/2022 des “Marine-Forum” gib es einen Bericht über die Fregatte Sachsen und die Demonstratoranlage des Hochenergie-Laserwaffensystems (“Sachsen voller Energie”, Seite 20-21).


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FFG ‘Sachsen’ Klasse


‘Osprey’ Hubschrauber in Kiel

Nachdem schon seit Donnerstag immer wieder US-Hubschrauber vom Typ Bell-Boeing MV-22B ‘Osprey’ über Kiel fliegen, hatte ich heute Abend zufällig die Gelegenheit mir diese etwas näher anzuschauen. Die technisch korrekte Bezeichnung für diese einzigartigen Luftfahrzeuge wäre wohl “Kipprotor-Wandelflugzeuge”. Das Besondere an diesen Maschinen sind die beiden Rotoren, die an den Enden der Tragflächen schwenkbar montiert sind. Damit kann wie bei einem Hubschrauber senkrecht gestartet und gelandet werden, während nach dem Start die Rotoren in der Luft horizontal geschwenkt werden können und der eigentliche Flug wie bei einem Flugzeug mit deutlich höherer Geschwindigkeit als bei Hubschraubern erfolgt. 

Die vier zu sehenden Maschinen gehören zum Marine Medium Tiltrotor Squadron 263 (VMM-263) des United States Marine Corps. Diese sind seit ca. neun Monaten auf der USS ‘Kersarge’, einem amphibischer Angriffsschiff der LHD ‘Wasp’ Klasse, stationiert und befinden sich zurzeit in der Ostsee. Eigentlich sollte das Schiff gestern in Kiel einlaufen und in der Förde ankern, was jedoch kurzfristig abgesagt wurde.


… auch diese vier Vögel sind noch gestartet … ;)


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Bell-Boing V-22 ‘Osprey

 

Marokkanische Fregatte im NOK

Neben den Einheiten des Minenabwehrverband SNMCMG 1 gestern und einigen Einheiten des NATO-Manövers ‘BALTOPS’ heute, die in den Kieler Marinestützpunkt eingelaufen sind, kam heute Mittag noch ein ungewöhnlicher Gast dazu.
Die Fregatte F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ gehört zur Königlich marokkanischen Marine und machte gegen ca. 14:30 Uhr im Stützpunkt fest. Die Anreise erfolgte durch den Nord-Ostsee-Kanal.

Zusammen mit ihren beiden Schwesterschiffen gehören die Schiffe zum Typ SIGMA, einer Familie von modularen Korvetten und Fregatten unterschiedlicher Größen, der niederländischen Damen-Werft. Im Gegensatz zu den beiden anderen Einheiten (Typ SIGMA 9813) ist die F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ etwas länger und schwerer (Typ SIGMA 10513). 

Viel Spaß auf der Kieler Woche!

PS: Am Samstag und Sonntag wird es wieder ein Open-Ship im Kieler Marinestützpunkt geben, wo man sich die F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ und andere Schiffe aus der Nähe anschauen kann.

2022, F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ im NOK

2022, F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ im NOK

2022, F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ im NOK

2022, F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ im NOK

2022, F 613 ‘Tarik Ben Ziyad’ im NOK


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FFG ‘SIGMA’ Klasse

 

Französische Boote im NOK

Gleich fünf! von acht französischen Schulungsbooten der AX ‘Léopard’ Klasse sind heute Nacht durch den Nord-Ostsee-Kanal gefahren.
Dabei waren die Boote A 748 ‘Léopard’, A 750 ‘Jaguar’, A 751 ‘Lynx’, A 753 ‘Chacal’ und A 754 ‘Tigre’ .
Das Einschleusen in Brunsbüttel hat so gegen ca. 00:30 Uhr statt gefunden, die Ankunft in Kiel entsprechend gegen 08:00 Uhr.

Bei trockenem Wetter und zeitweise Sonnenschein ging das Einschleusen in Kiel nur sehr langsam von statten. Gute Bedingungen also für einige Schnappschüsse. Weiter ging es dann für den Verband durch den Fehmarnbelt in Richtung Osten.

Bereits im Mai 2018 sind schon einmal fünf der Boote durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee gefahren.

2022, A 748 ‘Léopard’ im NOK

2022, A 751 ‘Lynx’ im NOK

2022, A 754 ‘Tigre’ im NOK

2022, A 754 ‘Tigre’ im NOK

2022, Boote der AX ‘Léopard’ Klasse


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AX ‘Léopard’ Klasse