Festung ‚Stevnsfort‘
Da der Rückweg unseres diesjährigen Schwedenurlaubes über die Öresundbrücke und Dänemark gehen sollte, haben wir die Gelegenheit genutzt, um uns noch die Festung ‚Stevnsfort‘ anzuschauen.
Die Bunkeranlage liegt im Süden der dänischen Insel Seeland. Sie befindet sich direkt an der Kreideküste Stevns Klint, etwa 4 Kilometer nordöstlich des Hafenortes Rødvig. Während des Kalten Krieges diente sie als strategisch wichtiger NATO-Überwachungsposten, um den Schiffsverkehr in der Ostsee lückenlos zu überwachen. Dafür wurde das fast zwei Kilometer lange Gangsystem während der Bauzeit von 1952 bis 1954 ca. 18 Meter tief in den Kreidefelsen geschlagen. Zur Verteidigung des Öresunds gehörten auch zwei Geschütztürme mit je zwei 150-mm-Kanonen, die ursprünglich als Mittelartillerie auf dem deutschen Schlachtschiff „Gneisenau“ im Einsatz waren. Auf dem Gelände des Forts war zudem ab dem Jahr 1984 eine mobile HAWK-Batterie stationiert. Zusammen mit mehreren NIKE-Flugabwehrraketen an anderen Standorten sollte sie Kopenhagen vor Luftangriffen schützen.
Die gesamte Anlage wurde im Jahr 2000 offiziell stillgelegt. Im Juli 2008 öffnete das Areal schließlich als „Koldkrigsmuseum Stevnsfort“ („Kalter-Krieg-Museum Stevnsfort“) seine Tore für die Öffentlichkeit. Seit 2012 steht das historische Bauwerk zudem unter Denkmalschutz. Der unterirdische Teil der Festung lässt sich heute im Rahmen einer rund 1,5-stündigen Führung besichtigen. Die Touren finden auf Dänisch sowie teilweise auf Englisch statt. Für einen Besuch während der Hauptsaison wird eine Online-Buchung vorab dringend empfohlen.
Fazit: Ein beängstigender, aber gleichermaßen beeindruckender und spannender Ort. Und im Untergrund vor allem eines – verdammt kalt! Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Im unterirdischen Gangsystem der Festung herrscht das ganze Jahr über eine konstante, kühle Temperatur von nur etwa 8 bis 10 Grad Celsius – völlig egal, wie heiß es draußen ist ;)
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- Festung ‚Stevnsfort‘ (offizielle Seite)






















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