Rohrwaffen / Schiffsartillerie

Moderne Schiffsartillerie lässt sich grob in drei Kaliberbereiche unterteilen:

  • Kleine Kaliber (von 20 mm bis zu 30 mm)
    • Primär zur Nahbereichsverteidigung (CIWS) gegen asymmetrische Bedrohungen wie kleine Boote, Drohnen sowie anfliegende Flugkörper.
  • Mittlere Kaliber (von 35 mm bis zu 57 mm)
    • Vielseitige Allrounder für die Flugabwehr und den Kampf gegen kleinere Überwassereinheiten.
  • Große Kaliber (von 76 mm bis zu 155 mm)
    • Hauptbewaffnung für das Gefecht gegen größere Schiffe sowie für den präzisen Landzielbeschuss.

Es handelt sich hierbei um eine unverbindliche Kategorisierung. Speziell bei 35 mm und 76 mm sind die Übergänge fließend; ihre Rolle definiert sich primär über den Einsatzzweck oder auch über die Schiffsgröße. Generell gilt: Ein größeres Kaliber bietet mehr Reichweite und Durchschlagskraft, bedingt jedoch eine niedrigere Feuerrate sowie einen deutlich höheren Platz- und Gewichtsbedarf an Bord.

Ein Schiffsgeschütz selber besteht dabei immer aus zwei wesentlichen Bestandteilen:

  • Geschützrohr (Gun = barrel + breech mechanism)
  • Geschützlafette (Mount = gun mounting)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es üblich für das gesamte Geschütz die Lafetten-Bezeichnung zu übernehmen.