15-cm-Schnelladekanone C/28 (2026 – Festung ‚Stevnsfort‘ in Rødvig / Dänemark)
Beschreibung
Die unterirdische Festungsanlage befindet sich in Rødvig auf der dänischen Insel Seeland. Die Bauarbeiten begannen 1951, und bereits 1953 wurde das Stevnsfort offiziell eingeweiht. Während des Kalten Krieges diente es als strategisch wichtiger NATO-Überwachungsposten, um den Schiffsverkehr in der Ostsee lückenlos zu überwachen. Dafür wurde das fast zwei Kilometer lange Gangsystem ca. 18 Meter tief in den Kalkfelsen geschlagen. Während des Betriebs unterlag die Festung der höchsten NATO-Geheimhaltungsstufe.
Zur Verteidigung des Öresunds gehörten zwei Geschütztürme mit je zwei 150-mm-Kanonen, die ursprünglich als Mittelartillerie auf dem deutschen Schlachtschiff „Gneisenau“ im Einsatz waren. Diese wurden von der dänischen Marine bedient. Auf dem Gelände des Forts war zudem ab dem Jahr 1984 eine mobile HAWK-Batterie stationiert. Zusammen mit mehreren NIKE-Flugabwehrraketen an anderen Standorten sollte sie Kopenhagen vor Luftangriffen schützen.
Die gesamte Anlage wurde im Jahr 2000 offiziell stillgelegt. Im Juli 2008 öffnete das Areal schließlich als Kaltkriegsmuseum Stevnsfort seine Tore für die Öffentlichkeit. Seit 2012 steht das historische Bauwerk zudem unter Denkmalschutz. Der unterirdische Teil der Festung lässt sich heute im Rahmen einer rund 1,5-stündigen Führung besichtigen. Die Touren finden auf Dänisch sowie teilweise auf Englisch statt. Für einen Besuch während der Hauptsaison wird eine Online-Buchung vorab dringend empfohlen.
Fotos der Außenanlagen








Fotos der unterirdischen Festung












Links
- „Die letzte Festung“ (auf Spiegel.de – 02/2018)
- Festung ‚Stevnsfort‘ (offizielle Seite)

